22.000 Euro Schmerzensgeld für Befunderhebungsfehler

Fotolia/Gina SandersMit Urteil vom 31.10.2014 (26 U 173/13) hat das Oberlandesgericht (OLG) Hamm eine Hausärztin zur Zahlung von 22.000 Euro Schmerzensgeld verurteilt, da es einen Befunderhebungsfehler als bewiesen erachtete. Weiterlesen

Vorsicht vor Kooperationsmodellen mit Kliniken

Fotolia/Gina SandersDas Landessozialgericht (LSG) Baden-Württemberg hat mit Urteil  4. November 2014 (Az.: L 5 KR 141/14 ER-B) festgestellt, dass eine Klinik, die in Rahmenvereinbarungen für von ihr als “vor- bzw. nachstationäre Auftragsleistungen” bezeichnete Leistungen niedergelassenen Ärzten Komplexgebühren zusichert, obwohl es sich bei diesen Leistungen um Leistungen handelt, die der Vertragsarzt ohnehin im Rahmen seiner vertragsärztlichen Tätigkeit erbringen müsste (und von der KV vergütet bekäme), in Wirklichkeit eine rechtswidrige Zuweiservergütung verspricht. Eine solche entgeltliche Zuweisung von Versicherten liegt auch dann vor, wenn dem Vertragsarzt für das Ausfüllen statistischer Erhebungsbögen Gebühren zugesichert werden, die außer Verhältnis zum Arbeitsaufwand stehen. Weiterlesen

Korruption soll Straftat werden

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) macht ernst: Korruption im Gesundheitswesen soll künftig empfindliche Strafen nach sich ziehen. Betroffen sein sollen nicht nur Ärzte.

Von Anno Fricke

Korruption soll Straftat werden© Gina Sanders / fotolia.com

BERLIN. Bestechung und Bestechlichkeit von Ärzten und Psychotherapeuten sollen Straftatbestände werden. Das geht aus einem bislang internen Gesetzentwurf aus dem Justizministerium hervor, der der “Ärzte Zeitung” vorliegt. Weiterlesen

Honorararzt im Krankenhaus: Kein Glied der Wahlarztkette

Dtsch Arztebl 2015; 112(5): [2]

Hoffman, Daniel

Es könne nicht per se angenommen werden, dass ein Honorararzt den „Chefarztstandard“ erfülle, urteilte der Bundesgerichtshof.

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Seit längerem wird darüber gestritten, ob der „Honorararzt“ ärztliche Wahlleistungen im Krankenhaus erbringen und eigenständig gegenüber den Patienten abrechnen darf. Honorarärzte sind Ärzte, die ärztliche Leistungen im ambulanten oder stationären Bereich eines Krankenhauses durchführen, ohne bei diesem angestellt zu sein oder als Belegarzt oder Konsiliararzt tätig zu werden. Nach diversen instanzgerichtlichen Entscheidungen hat der Bundesgerichtshof (BGH) mit Urteil vom 16. Oktober 2014 (Az.: III ZR 85/14) entschieden, dass § 17 Abs. 3 Satz 1 KHEntgG den Kreis der liquidationsberechtigten Wahlärzte abschließend festlegt und hiervon abweichende Vereinbarungen nichtig sind. Die Entscheidung hat gravierende Konsequenzen für die Honorarärzte bezüglich der Abrechnung ihrer Leistungen. Weiterlesen