Haftung des Konsiliararztes

Ausgabe 2/2014Der Bundesgerichtshof (BGH) hat ein Krankenhaus zur Zahlung von Schmerzensgeld wegen eines Befunderhebungsfehlers seines Konsiliararztes verurteilt. Es gilt insoweit der Grundsatz: Wer liquidiert, haftet. Wie der BGH in seinen Urteilsgründen (Urteil vom 21. Januar 2014, Az.: VI ZR 78/13) ausführt, lag der Entscheidung der Fall einer Patientin zu Grunde, die wegen einer Thrombose der inneren Hirnnerven von einem Arzt in die Klinik eingewiesen wurde, in der dieser als konsiliarisch tätiger Neurologe arbeitete. Die Patientin hatte die Klinik und den Arzt auf Schadensersatz verklagt. weiter lesen…

GOÄ gilt nicht nur für Heilbehandlungen

Ausgabe 1/2014Zu diesem Ergebnis kommt das Landgericht (LG) Düsseldorf. Der Entscheidung liegt der Fall eines Arztes zu Grunde, der als Inhaber einer als GmbH betriebenen Privatklinik die Anti-Aging-Leistungen über eine externe Internetplattform anbot. Unter anderem warb er mit der Angabe „99,– statt 350,– Euro” für Botolinum-Unterspritzungen. Hierin sah ein Wettbewerbsverein einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht und verklagte den Arzt. Mit Erfolg, wie die Entscheidung des LG zeigt. weiter lesen…

Zahnarzt mit krimineller Karriere: Approbationsentzug war rechtmäßig!

Von Rechtsanwältin Rosemarie Sailer, LL.M. Medizinrecht, Wienke & Becker – Köln, www.kanzlei-wbk.de  

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg hatte sich kürzlich mit einem Zahnarzt auseinanderzusetzen, dem die zahnärztliche Approbation aufgrund mehrerer Straftaten – darunter Vermögensdelikte – entzogen worden war. Hiergegen wehrte sich dieser, unterlag allerdings in zweiter Instanz. Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass der Zahnarzt zum Zeitpunkt des Entzugs der Approbation immer noch nicht als würdig angesehen werden konnte, den zahnärztlichen Beruf auszuüben (OVG-Beschluss vom 19. Juni 2013, Az. 8 LA 79/13, Abruf-Nr. 140365 ). weiter lesen…

Die „faule“ Mitarbeiterin in der Zahnarztpraxis: So gehen Sie rechtssicher mit ihr um

Von RAin und FAin für Medizinrecht Dr. Sandra Kanzow-Guntermann, Spaetgens Rechtsanwälte, spaetgens.com 

Mit diesem Problem wird wahrscheinlich jeder Zahnarzt als Arbeitgeber irgendwann einmal konfrontiert: Eine ZFA, die schlecht oder langsam arbeitet, ihre Tätigkeit ohne jegliche Motivation und leider noch nicht einmal „nach Vorschrift“ erbringt. Die Beschwerden von Patienten häufen sich und die Unzufriedenheit des übrigen Teams nimmt zu. Kurzum: Die Qualität der Arbeit leidet, der gute Ruf der Praxis ist in Gefahr und auch das betriebswirtschaftliche Ergebnis könnte sinken. Was ist nun zu tun? weiter lesen…

 

Unzureichende Infektionskontrolle kann teuer werden

Ausgabe 1/2014Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm hat einen Orthopäden zur Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 30.000 Euro verurteilt, weil er eine aufgetretene Infektion nur unzureichend kontrolliert hatte. Wie das OLG in seiner Pressemittelung vom 28. Januar 2014 berichtet, lag dem Urteil vom 12. November 2013 (26 U 107/11) der Fall einer Patientin zu Grunde, die den beklagten Orthopäden Mitte Juni 2008 zur Behandlung von Beschwerden in ihrer rechten Ferse aufsuchte. „Der Beklagte injizierte im Bereich der Fußsohle ein Medikament zur Behandlung einer Sehnenentzündung. weiter lesen…